Einsatz von Cannabis bei Krebstherapien


Unbestritten ist allerdings die positive Wirkung von Cannabispräparaten als Begleitung zur Strahlen- oder Chemotherapie. Cannabis hilft die auftretenden Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Appetitlosigkeit zu lindern. Auch die „aufhellende“ Wirkung von THC kann eine positive Rolle spielen und der Allgemeinzustand des Patienten kann verbessert werden. Krebsbehandlung mit Cannabis
Dass Krebszellen generell auf Cannabis-Behandlung ansprechen, geben selbst renommierte, staatlich finanzierte Forschungsinstitute wie das amerikanische National Cancer Institute zu. Die meisten gehen allerdings nicht so weit, Cannabis innerhalb des menschlichen Organismus eine Krebs heilende Wirkung zuzuschreiben.
Stattdessen berichten sie von Laborsituationen, in denen Cannabis isolierte Krebszellen in vito (als in der Petrischale außerhalb des menschlichen Körpers) abgetötet habe. So bremste etwa Dronabinol, ein synthetisch hergestelltes Tetrahydrocannabinol (THC, also eben der Stoff in Hanfpflanzen, der high macht) das Wachstum von Leukämiezellen. Das haben Wissenschaftler 2015 bestätigt. Auch andere, spezifische Krebszellen reagierten im Reagenzglas auf Cannabinoideinfluss.
Verabreichungsformen von Cannabis bei Krebstherapien
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Cannabis zu konsumieren, ohne es rauchen zu müssen. Wichtig ist, eine Methode zu wählen, bei der die Dosierung individuell einstellbar ist und nach Bedarf in kleinen Schritten erhöht werden kann. Joints sind zur Krebsbehandlung natürlich völlig kontraproduktiv, da sie Tabak und damit viele eigene Karzinogene enthalten.
Ebenfalls essenziell ist eine hohe Qualität des Ausgangsproduktes, das absolut rein sein muss. Die Cannabispflanzen müssen manuell auf Fremdstoffe oder Schimmel abgesucht werden. Vorzuziehen ist eine Quelle, die den Einsatz von chemischen Mitteln beim Anbau ablehnt.
Eine Möglichkeit ist der orale Verzehr durch mit Cannabis angereicherte Lebensmittel wie etwa selbstgebackene Kekse. Die eingebackene Menge sollte genau abgewogen und nachvollziehbar sein. Am besten wirken die Wirkstoffe in diesem Fall auf leeren Magen. Die Wirkung tritt verzögert ein, da die Wirkstoffe verstoffwechselt werden müssen.
Hochdosiertes Cannabis-ÖL ist für die meisten Menschen bei der Krebsbehandlung (im Gegensatz zur Linderung der Symptome) das erste Mittel der Wahl. Der Vollextrakt aus den Cannabis-Blüten muss selbst hergestellt werden; man kann es dann mit Pipetten aufziehen und in leere Medikamentenkapseln zur oralen Einnahme einfüllen.
Die für vielen Nischen angenehmste Art der Einnahme ist die Inhalation mittels eines Vaporizers. Dieser erhitzt die Pflanzenstücke auf bis zu 210°C, was ihre Wirkstoffe herauslöst, ohne sie zu verbrennen. Dabei entsteht kein typischer “Kiffergeruch”; der vorhandene Duft bleibt zudem nicht in Textilien hängen, was den Konsum innerhalb des Hauses ermöglicht.
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass Therapien von Krebs genauso vielfältig und bio-individuell sein müssen wie der erkrankte Mensch selbst. Cannabis-Öl als Allheilmittel für alle Krebsarten bei alle Menschen – das wird wohl nicht funktionieren. Höchstwahrscheinlich wird immer eine Kombination aus Cannabinoid-Therapien, ob nun natürlicher oder synthetischer Herkunft und anderem Behandlungsformen am erfolgversprechendsten sein.
Tatsache ist aber auch, dass der Zusammenhang von THC als Mittel gegen Nebenwirkungen von Krebserkrankungen und Behandlungen mit einem Heilungserfolg nicht zu gering eingeschätzt werden darf. Krebs ist eine Krankheit, bei der ein funktionierendes, lebendiges Immunsystem eine besonders vitale Rolle spielt. Inzwischen ist bekannt, wie stark dieses auch vom Mentalzustand des Patienten abhängt. Schmerzfreiheit, Appetit, Beweglichkeit und ein optimistische Perspektive tragen essenziell zum positiven Gesamtbefinden eines Menschen bei. Können diese durch Cannabisgabe erreicht werden, unterstützt dies massiv jeden Therapieerfolg.
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